
Zahnarzt-Lexikon
Zahnmedizinische Fachbegriffe von A bis Z
Das zahnmedizinische Glossar von DDent erklärt Fachbegriffe aus Zahnmedizin, Prophylaxe, Zahnersatz, Kieferorthopädie und Oralchirurgie in verständlicher Sprache. Jeder Eintrag enthält eine kurze Definition sowie Informationen zur Bedeutung des Begriffs für Untersuchung oder Behandlung. Die Inhalte dienen der allgemeinen Patienteninformation und ersetzen keine individuelle Diagnose oder zahnärztliche Beratung.
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A
Ein Abdruck bildet die Form der Zähne und des Kiefers mit einer speziellen Abformmasse ab und dient als Grundlage für die Herstellung von Zahnersatz, Schienen oder Modellen.
Was sollten Patienten beachten?
Zunehmend wird der klassische Abdruck durch die digitale Abformung mit einem Intraoralscanner ersetzt.
Air Flow ist ein Pulverstrahlverfahren, bei dem ein Luft-Wasser-Pulver-Gemisch unter Druck auf die Zahnoberfläche aufgebracht wird, um Beläge und leichte Verfärbungen zu entfernen.
Wann wird der Begriff verwendet?
Air Flow wird meist im Rahmen der professionellen Zahnreinigung eingesetzt, ergänzend zur mechanischen Reinigung mit Scaling.
Aligner sind durchsichtige, herausnehmbare Kunststoffschienen zur schrittweisen kieferorthopädischen Korrektur von Zahnfehlstellungen, die in festgelegten Abständen gegen die nächste Schiene der Serie ausgetauscht werden.
Wann wird der Begriff verwendet?
Aligner kommen bei leichten bis mittleren Zahnfehlstellungen infrage, etwa bei Engstand oder Lückenbildung.
Was sollten Patienten beachten?
Die Tragedauer pro Tag beeinflusst das Behandlungsergebnis; die genaue Eignung wird anhand von Befund und Zielstellung festgelegt.
Der Alveolarknochen ist der Abschnitt des Kieferknochens, der die Zähne in ihren Zahnfächern, den sogenannten Alveolen, hält und verankert.
Bedeutung für Patienten
Geht Alveolarknochen durch eine Parodontitis oder nach Zahnverlust verloren, kann dies die spätere Versorgung mit einem Implantat erschweren.
Amalgam ist ein metallisches Füllungsmaterial aus einer Legierung mehrerer Metalle, das in der Vergangenheit häufig für Zahnfüllungen verwendet wurde.
Was sollten Patienten beachten?
Seit 2025 ist die Verwendung von Amalgam in der EU für neue Füllungen untersagt; zahnfarbene Materialien wie Composite haben Amalgam inzwischen weitgehend ersetzt.
Als Angstpatient wird eine Person bezeichnet, die zahnärztliche Behandlungen mit ausgeprägter Nervosität oder Furcht erlebt, was von einzelnen Situationen bis zu einer diagnostizierten Zahnarztphobie reichen kann.
Was sollten Patienten beachten?
Praxen können mit zusätzlicher Zeit, offener Kommunikation und, je nach Situation, mit Lachgas oder Sedierung auf die individuelle Angst eingehen.
Der Approximalraum bezeichnet den schmalen Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Zähnen, der beim Kauen und beim Zähneputzen mit der Zahnbürste nur eingeschränkt erreichbar ist.
Weil sich dort Speisereste und Plaque ansammeln können, gilt der Approximalraum als typische Stelle für die Entstehung von Karies und Zahnfleischentzündungen.
Was sollten Patienten beachten?
Zur Reinigung des Approximalraums werden Zahnseide, Interdentalbürsten oder Munddusche eingesetzt; welches Hilfsmittel geeignet ist, hängt von der Größe des jeweiligen Zwischenraums ab.
Ästhetische Zahnmedizin bezeichnet das zahnmedizinische Teilgebiet, das sich mit dem äußeren Erscheinungsbild der Zähne befasst, etwa mit Form, Farbe, Stellung und Symmetrie.
Bedeutung für Patienten
Verfahren wie Bleaching oder Veneers gehören zur ästhetischen Zahnmedizin und werden meist mit funktionalen Behandlungszielen kombiniert.
Was sollten Patienten beachten?
Ein ästhetisches Anliegen wird zunächst zahnärztlich untersucht, um festzustellen, welches Verfahren zur individuellen Ausgangssituation passt.
Eine Aufbissschiene ist eine individuell im Labor gefertigte Kunststoffschiene, die auf die Zahnreihen aufgesetzt wird und in der Regel nachts getragen wird.
Sie kann die Kaumuskulatur entlasten und dazu beitragen, die Zähne vor den Folgen von Bruxismus zu schützen.
Wann wird der Begriff verwendet?
Eine Aufbissschiene kommt bei nächtlichem Zähneknirschen oder -pressen sowie bei Beschwerden im Kiefergelenk zum Einsatz.
Was sollten Patienten beachten?
Die Schiene wird nach einem Abdruck oder einer digitalen Abformung individuell angefertigt; ein passgenauer Sitz ist Voraussetzung für ihre Wirkung.
B
Bleaching bezeichnet die kosmetische Aufhellung der Zahnfarbe mit einem Bleichmittel, das die Verfärbungen im Zahnschmelz und Dentin chemisch abbaut.
Bedeutung für Patienten
Bleaching kann die Zahnfarbe sichtbar aufhellen; das Ergebnis hängt von der Ausgangsfarbe und der Ursache der Verfärbung ab.
Was sollten Patienten beachten?
Vor der Behandlung wird der Zahnschmelz zahnärztlich untersucht, da Bleaching nicht bei jeder Ausgangssituation geeignet ist, etwa bei bestehenden Füllungen im sichtbaren Bereich.
Eine Brücke ist festsitzender Zahnersatz, der einen oder mehrere fehlende Zähne ersetzt, indem sie sich auf benachbarten eigenen Zähnen oder auf Implantaten abstützt.
Wann wird der Begriff verwendet?
Eine Brücke kommt infrage, wenn die Nachbarzähne des Zahnersatzes bereits überkront werden müssten oder eine implantatgetragene Versorgung nicht gewünscht ist.
Bruxismus ist der medizinische Fachbegriff für unbewusstes Zähneknirschen oder Zähnepressen, das überwiegend während des Schlafs auftritt und die Kaumuskulatur sowie die Zahnsubstanz belastet.
Wann wird der Begriff verwendet?
Ein druckempfindlicher Kiefer am Morgen oder wiederkehrende Kopfschmerzen können auf Bruxismus hindeuten und sollten zahnärztlich abgeklärt werden.
Was sollten Patienten beachten?
Eine Aufbissschiene kann die Kaumuskulatur entlasten und die Zähne vor weiterem Abrieb schützen.
C
CAD steht für computer-aided design und bezeichnet die computergestützte Konstruktion von Zahnersatz, etwa Kronen, Brücken oder Schienen, am Bildschirm vor der Fertigung.
CAM steht für computer-aided manufacturing und bezeichnet die computergestützte Fertigung von Zahnersatz auf Grundlage digitaler Konstruktionsdaten, etwa durch Fräsen oder 3D-Druck.
CEREC ist ein chairside-CAD/CAM-System, mit dem Zahnersatz wie Kronen, Inlays oder Onlays digital geplant und häufig noch in derselben Behandlungssitzung gefertigt werden kann.
ClearCorrect ist ein Aligner-System zur unsichtbaren kieferorthopädischen Korrektur von Zahnfehlstellungen, bei dem transparente Schienen in einer festgelegten Serie nacheinander getragen werden.
CMD, die craniomandibuläre Dysfunktion, beschreibt ein Ungleichgewicht zwischen Kiefergelenk, Kaumuskulatur und dem Zusammenbiss der Zähne, das die Kieferfunktion beeinträchtigen kann.
Bedeutung für Patienten
Mögliche Beschwerden reichen von Kiefergelenksknacken über eine eingeschränkte Mundöffnung bis zu ausstrahlenden Kopf- oder Nackenschmerzen.
Wann wird der Begriff verwendet?
Eine CMD-Diagnostik wird angeraten, wenn Kieferschmerzen, Knackgeräusche oder Verspannungen wiederholt auftreten.
Composite ist ein zahnfarbener Kunststoff aus einer Kunstharzmatrix mit keramischen Füllstoffen, der zum Füllen kleinerer Zahndefekte und für ästhetische Korrekturen verwendet wird.
Was sollten Patienten beachten?
Composite wird in dünnen Schichten aufgetragen und jeweils mit Licht ausgehärtet, damit die Füllung form- und farbstabil wird.
D
Im Dentallabor wird Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Prothesen nach den Vorgaben der behandelnden Praxis und auf Grundlage eines Abdrucks oder einer digitalen Abformung gefertigt.
Dentin ist die knochenähnliche Zahnhartsubstanz unterhalb des Zahnschmelzes, die den überwiegenden Teil des Zahnkörpers bildet und die Zahnpulpa umschließt.
Bedeutung für Patienten
Wird Dentin freigelegt, etwa durch Karies, Zahnhalsrückgang oder Abrieb, reagieren Zähne häufig empfindlich auf Kälte, Wärme oder Süßes.
Was sollten Patienten beachten?
Eine anhaltende Empfindlichkeit sollte zahnärztlich abgeklärt werden, um die Ursache der Dentinfreilegung zu bestimmen.
Ein Diastema ist eine sichtbare Lücke zwischen zwei benachbarten Zähnen, die am häufigsten zwischen den oberen mittleren Schneidezähnen auftritt.
Was sollten Patienten beachten?
Je nach Ursache und Ausprägung lässt sich ein Diastema kieferorthopädisch, etwa mit einer Zahnspange, oder ästhetisch, etwa mit Veneers, behandeln.
Bei der digitalen Abformung wird die Zahn- und Kiefersituation mit einem Intraoralscanner erfasst, sodass anstelle einer klassischen Abformmasse ein digitales dreidimensionales Modell entsteht.
DVT steht für digitale Volumentomografie, ein dreidimensionales Röntgenverfahren, das detaillierte Bilder von Zähnen, Kiefer und den umliegenden anatomischen Strukturen liefert.
Wann wird der Begriff verwendet?
Ein DVT wird eingesetzt, wenn zweidimensionale Röntgenaufnahmen für die Planung, etwa vor einer Implantation oder Wurzelspitzenresektion, nicht ausreichen.
E
Die Endodontie ist das zahnmedizinische Fachgebiet, das sich mit dem Zahninneren, insbesondere dem Wurzelkanalsystem und dem Zahnnerv, befasst.
Bedeutung für Patienten
Die Wurzelkanalbehandlung ist das bekannteste Verfahren der Endodontie und dient dem Erhalt eines Zahnes bei entzündetem oder abgestorbenem Gewebe im Wurzelkanal.
Eine Extraktion ist die operative oder mechanische Entfernung eines Zahnes, die infrage kommt, wenn dieser aufgrund von Zerstörung, Platzmangel oder anderen Befunden nicht erhalten werden kann.
Was sollten Patienten beachten?
Nach einer Extraktion wird gemeinsam besprochen, ob und wie die entstandene Lücke, etwa durch ein Implantat oder eine Brücke, versorgt werden soll.
F
Fehlstellungen bezeichnen Abweichungen in der Position einzelner Zähne oder im Zusammenbiss von Ober- und Unterkiefer gegenüber der regelrechten Zahn- und Kieferstellung.
Was sollten Patienten beachten?
Fehlstellungen werden je nach Ausprägung kieferorthopädisch behandelt, etwa mit einer Zahnspange oder mit Alignern.
Bei der Fissurenversiegelung werden die Grübchen und Rillen auf den Kauflächen der Backenzähne mit einem dünnfließenden Kunststoff verschlossen, um dort der Entstehung von Karies vorzubeugen.
Wann wird der Begriff verwendet?
Die Fissurenversiegelung wird meist bei Kindern kurz nach dem Durchbruch der bleibenden Backenzähne durchgeführt.
Fluorid ist ein Mineralstoff, der in Zahnpasta, Mundspüllösungen und zahnärztlichen Lackanwendungen enthalten ist und den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegenüber Säureangriffen machen kann.
Eine Füllung ersetzt die Zahnsubstanz, die durch Karies oder eine Verletzung verloren gegangen ist, und stellt die Form sowie die Funktion des Zahnes wieder her.
Was sollten Patienten beachten?
Je nach Größe des Defekts und Lage im Gebiss kommen unterschiedliche Materialien wie Composite oder Keramik infrage.
G
Gingivitis ist die Entzündung des Zahnfleisches, die durch bakterielle Zahnbeläge verursacht wird und sich durch Rötung, Schwellung und Zahnfleischbluten beim Putzen äußert.
Was sollten Patienten beachten?
Eine unbehandelte Gingivitis kann sich zu einer Parodontitis entwickeln, bei der auch der Zahnhalteapparat betroffen ist.
GOZ steht für Gebührenordnung für Zahnärzte und regelt die Berechnung zahnärztlicher Leistungen bei privat versicherten sowie bei privat zu zahlenden Patientinnen und Patienten.
H
Halitosis ist der medizinische Fachbegriff für Mundgeruch, dessen Ursachen in den meisten dokumentierten Fällen im Mundraum selbst liegen, etwa in Zahnbelag oder Zahnfleischtaschen.
Der Heil- und Kostenplan listet die geplante zahnärztliche Behandlung sowie die voraussichtlichen Kosten auf und dient als Grundlage für die Abstimmung mit der Krankenkasse.
Was sollten Patienten beachten?
Ein Heil- und Kostenplan wird vor Beginn umfangreicherer Behandlungen erstellt, damit die voraussichtlichen Kosten vorab bekannt sind.
Hypersensibilität bezeichnet eine erhöhte Empfindlichkeit der Zähne gegenüber Reizen wie Kälte, Wärme oder Süßem, die meist durch freiliegendes Dentin am Zahnhals entsteht.
I
Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan oder Keramik, die operativ in den Kieferknochen eingesetzt wird und nach dem Einheilen eine Krone, Brücke oder Prothese trägt.
Bedeutung für Patienten
Ein Implantat kann fehlende Zähne ersetzen, ohne dass dafür benachbarte gesunde Zähne beschliffen werden müssen.
Wann wird der Begriff verwendet?
Voraussetzung für ein Implantat ist ausreichend Kieferknochen; fehlt dieser, kann vorab ein Knochenaufbau erforderlich sein.
Ein Infoskop ist eine kleine Intraoralkamera, mit der sich Zähne und Zahnfleisch vergrößert auf einem Bildschirm darstellen lassen, um Befunde gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten zu besprechen.
Ein Inlay ist eine im Dentallabor passgenau gefertigte Einlagefüllung aus Keramik, Gold oder Composite, die anschließend in den vorbereiteten Zahn eingesetzt und eingeklebt wird.
Ein Intraoralscanner erstellt einen digitalen Abdruck der Zähne, indem er die Mundsituation optisch erfasst, sodass anstelle einer klassischen Abformmasse ein dreidimensionales Datenmodell entsteht.
J
Die Jacketkrone war eine frühe Form der Vollkeramikkrone, bei der der gesamte sichtbare Zahn mit einer dünnen Keramikhülle überzogen wurde.
Was sollten Patienten beachten?
Der Begriff wird heute im Sprachgebrauch gelegentlich noch für moderne vollkeramische Kronen verwendet, obwohl sich Material und Herstellungsverfahren seither weiterentwickelt haben.
K
Karies ist eine bakteriell bedingte Erkrankung der Zahnhartsubstanz, bei der von Mundbakterien gebildete Säuren Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz lösen und die Zahnsubstanz fortschreitend zerstören.
Bedeutung für Patienten
Unbehandelt kann Karies vom Zahnschmelz bis in das Dentin und schließlich in die Zahnpulpa vordringen und dort eine Entzündung auslösen.
Wann wird der Begriff verwendet?
Regelmäßige Kontrolltermine helfen, Karies frühzeitig zu erkennen, bevor eine größere Füllung oder eine Wurzelkanalbehandlung notwendig wird.
Kiefergelenksprobleme äußern sich beispielsweise durch Knacken, Schmerzen oder eine eingeschränkte Mundöffnung und stehen häufig im Zusammenhang mit einer craniomandibulären Dysfunktion.
Die Kieferorthopädie ist das zahnmedizinische Fachgebiet, das sich mit der Erkennung und Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen befasst, etwa mit festen oder herausnehmbaren Zahnspangen.
Eine Kiefersperre ist eine plötzlich eingeschränkte oder blockierte Kieferöffnung, die häufig im Zusammenhang mit Problemen des Kiefergelenks auftritt.
Die Kinderzahnheilkunde ist auf die zahnmedizinische Betreuung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert und umfasst die Pflege der Milchzähne ebenso wie die kieferorthopädische Vorsorge.
Beim Knochenaufbau wird fehlender Kieferknochen mit Eigenknochen oder Knochenersatzmaterial ergänzt, damit ein Implantat später ausreichend verankert werden kann.
Komposit ist die deutsche Bezeichnung für den zahnfarbenen Kunststoff, der bei Füllungen und bei ästhetischen Korrekturen an Zähnen verwendet wird (siehe auch Composite).
Ein Kontrolltermin dient der regelmäßigen Überprüfung von Zähnen und Zahnfleisch, damit Veränderungen wie beginnende Karies oder Zahnfleischentzündungen frühzeitig erkannt werden.
Beim Kreuzbiss beißen einzelne oder mehrere Zähne des Oberkiefers innerhalb statt außerhalb der Unterkieferzähne, wodurch der normale Zahnkontakt seitenverkehrt ausfällt.
Was sollten Patienten beachten?
Ein unbehandelter Kreuzbiss kann sich auf das Wachstum des Kiefers auswirken, weshalb eine frühzeitige kieferorthopädische Abklärung empfohlen wird.
Eine Krone ist ein Zahnersatz, der einen stark geschädigten Zahn vollständig überdeckt und seine Kaufunktion sowie sein Erscheinungsbild wiederherstellt.
Was sollten Patienten beachten?
Kronen können aus Keramik, aus Zirkonoxid oder in Kombination mit Metall gefertigt werden; die Materialwahl richtet sich nach Lage im Gebiss und ästhetischem Anspruch.
L
Lachgas ist ein Beruhigungsgas, das über eine Nasenmaske verabreicht wird und dazu beitragen kann, Angst und Anspannung während einer zahnärztlichen Behandlung zu mindern.
Was sollten Patienten beachten?
Anders als bei der Vollnarkose bleibt die Patientin oder der Patient bei der Anwendung von Lachgas ansprechbar.
M
Midazolam ist ein beruhigend wirkendes Arzneimittel, das in der Zahnmedizin zur Sedierung eingesetzt werden kann und ausschließlich von geschultem Fachpersonal dosiert und verabreicht wird.
Bei der mikroskopischen Endodontie wird die Wurzelkanalbehandlung unter starker optischer Vergrößerung mit einem Dentalmikroskop durchgeführt, um feine Kanalstrukturen präziser darstellen zu können.
Milchzähne sind die ersten, vorübergehenden Zähne im Kindesalter, die den Platz für die nachfolgenden bleibenden Zähne im Kiefer freihalten.
Molaren sind die großen Backenzähne im hinteren Bereich des Kiefers, die mit ihrer breiten, mehrhöckerigen Kaufläche den überwiegenden Teil der Kaubelastung übernehmen.
Mundgeruch bezeichnet einen als unangenehm wahrgenommenen Atemgeruch, dessen Ursachen in den meisten dokumentierten Fällen im Mundraum selbst liegen, etwa in Zahnbelag oder Zahnfleischtaschen.
Mundhygiene umfasst alle Maßnahmen zur Reinigung und Pflege von Zähnen und Zahnfleisch, von der täglichen Zahnpflege zu Hause bis zur professionellen Zahnreinigung in der Praxis.
N
Eine Notfallbehandlung erfolgt bei akuten zahnmedizinischen Beschwerden wie starken Schmerzen, Unfallverletzungen oder plötzlichen Schwellungen und wird zeitnah, unabhängig vom regulären Terminplan, durchgeführt.
O
Ein Onlay ist eine im Dentallabor gefertigte Teilkrone, die größere Defekte an der Kaufläche eines Zahnes ersetzt, ohne dass der gesamte Zahn überkront werden muss.
Die Oralchirurgie umfasst operative Eingriffe im Mundraum, etwa Zahnentfernungen, Wurzelspitzenresektionen, Knochenaufbauten oder die operative Freilegung von Zähnen, und wird meist ambulant durchgeführt.
P
Parodontitis ist eine bakteriell bedingte, fortgeschrittene Entzündung des Zahnhalteapparats, die unbehandelt zu einem Rückgang von Kieferknochen und Zahnfleisch führen kann.
Wann wird der Begriff verwendet?
Zahnfleischbluten, gerötetes Zahnfleisch und ein zunehmender Rückgang des Zahnfleisches sind mögliche Anzeichen einer Parodontitis und sollten zahnärztlich untersucht werden.
Was sollten Patienten beachten?
Die Sondierungstiefe der Zahnfleischtaschen gibt Hinweise auf den Verlauf der Erkrankung und wird bei der Untersuchung gemessen.
Die Piezochirurgie nutzt feine Ultraschallschwingungen, um Kieferknochen gezielt zu bearbeiten, etwa im Rahmen eines Knochenaufbaus oder bei der Entfernung von Weisheitszähnen.
Plaque ist ein weicher, bakterieller Zahnbelag, der sich fortlaufend auf den Zähnen bildet und, wenn er nicht regelmäßig entfernt wird, zu Karies oder Zahnfleischentzündungen führen kann.
Was sollten Patienten beachten?
Wird Plaque nicht entfernt, kann er sich mit Mineralien aus dem Speichel zu Zahnstein verhärten, der nur noch professionell entfernt werden kann.
Beim Polieren werden die Zahnoberflächen nach der Reinigung geglättet, was die erneute Anlagerung von Belägen im Anschluss an die Behandlung erschweren kann.
Prämolaren, auch kleine Backenzähne genannt, liegen im Gebiss zwischen den Eckzähnen und den Molaren und unterstützen sowohl das Abbeißen als auch das Zermahlen der Nahrung.
Die professionelle Zahnreinigung entfernt Plaque, Zahnstein und Verfärbungen mit speziellen zahnärztlichen Instrumenten, auch an Stellen, die mit der eigenen Zahnbürste schwer erreichbar sind.
Bedeutung für Patienten
Die professionelle Zahnreinigung ergänzt die häusliche Mundhygiene und ist Teil der Prophylaxe.
Prophylaxe umfasst alle zahnmedizinischen Maßnahmen zur Vorbeugung von Zahnerkrankungen, etwa die professionelle Zahnreinigung, die Fluoridierung und die individuelle Mundhygieneberatung.
Eine Prothese ist herausnehmbarer Zahnersatz, der fehlende Zähne teilweise oder vollständig ersetzt und auf dem Kieferkamm beziehungsweise auf Restzähnen oder Implantaten Halt findet.
Ein Provisorium ist ein vorübergehender Zahnersatz, der einen bereits präparierten Zahn schützt und die Funktion sichert, bis die endgültige Versorgung eingesetzt wird.
Q
In der Zahnmedizin wird der Kiefer zur systematischen Orientierung in vier Quadranten eingeteilt, jeweils zwei im Oberkiefer und zwei im Unterkiefer.
R
Als Recall wird die regelmäßige Einladung zu einer zahnärztlichen Kontrolluntersuchung bezeichnet, mit der Veränderungen an Zähnen und Zahnfleisch frühzeitig erkannt werden sollen.
Als Restauration wird die Wiederherstellung eines durch Karies oder eine Verletzung geschädigten Zahnes bezeichnet, etwa durch eine Füllung, ein Inlay oder eine Krone.
Röntgenaufnahmen zeigen zahnmedizinische Strukturen, die bei einer klinischen Untersuchung nicht sichtbar sind, etwa Karies zwischen den Zähnen oder den Zustand des Kieferknochens.
S
Scaling bezeichnet die mechanische Entfernung von Zahnstein und harten Belägen, auch unterhalb des Zahnfleischrands, mit speziellen zahnärztlichen Instrumenten.
Die Schmerztherapie umfasst zahnmedizinische Maßnahmen zur Linderung akuter oder chronischer Schmerzen im Mund- und Kieferbereich, von der medikamentösen Behandlung bis zu gezielten Behandlungsschritten an der Schmerzursache.
Die Schnarchtherapie umfasst zahnmedizinische Maßnahmen wie eine individuell angefertigte Unterkiefer-Protrusionsschiene, die den Unterkiefer während des Schlafs in einer vorverlagerten Position hält und so den Atemweg offenhalten kann.
Sedierung bezeichnet ein Verfahren, mit dem Patientinnen und Patienten während einer zahnärztlichen Behandlung in einen entspannten, gedämpft wachen Zustand versetzt werden.
Wann wird der Begriff verwendet?
Eine Sedierung kommt vor allem bei ausgeprägter Behandlungsangst oder bei umfangreicheren Eingriffen infrage.
Beim Sinuslift wird der Boden der Kieferhöhle im Oberkiefer angehoben, um dort ausreichend Knochenhöhe für die spätere Verankerung eines Implantats zu schaffen.
Die Sondierungstiefe ist der mit einer feinen Parodontalsonde gemessene Abstand zwischen Zahnfleischrand und dem tiefsten Punkt der Zahnfleischtasche und gibt Hinweise auf den Zustand des Zahnhalteapparats.
T
Titan ist ein Metall mit hoher Verträglichkeit im Körpergewebe, das aufgrund dieser Eigenschaft häufig als Werkstoff für Zahnimplantate verwendet wird.
Ein toter Zahn hat sein Nervengewebe verloren, meist infolge einer tiefen, unbehandelten Karies oder einer Verletzung, und wird in den meisten Fällen im Rahmen einer Wurzelkanalbehandlung weiterbehandelt.
U
Beim Überbiss stehen die oberen Schneidezähne deutlich vor den unteren Schneidezähnen, was je nach Ausprägung die Kaufunktion oder das äußere Erscheinungsbild beeinträchtigen kann.
Beim Unterbiss liegen die unteren Schneidezähne vor den oberen Schneidezähnen, was meist auf ein Missverhältnis zwischen Ober- und Unterkieferlänge zurückzuführen ist.
V
Ein Veneer ist eine hauchdünne Keramikschale, die auf die sichtbare Vorderseite eines Zahnes geklebt wird und Form, Farbe oder kleine Unregelmäßigkeiten optisch ausgleichen kann.
Bei einer Vollnarkose wird die Patientin oder der Patient durch Medikamente in einen kontrollierten Bewusstlosigkeitszustand versetzt, der von einer Anästhesistin oder einem Anästhesisten begleitet wird.
Wann wird der Begriff verwendet?
Eine Vollnarkose kommt bei größeren oralchirurgischen Eingriffen oder bei ausgeprägter Behandlungsangst infrage.
W
Bei einer Wurzelkanalbehandlung wird entzündetes oder abgestorbenes Gewebe aus dem Wurzelkanal eines Zahnes entfernt, der Kanal anschließend gereinigt, desinfiziert und dicht verschlossen.
Bedeutung für Patienten
Ziel der Wurzelkanalbehandlung ist es, den betroffenen Zahn zu erhalten und eine Extraktion zu vermeiden.
Bei einer Wurzelspitzenresektion wird die Spitze einer Zahnwurzel operativ entfernt, wenn eine Entzündung an dieser Stelle durch eine Wurzelkanalbehandlung allein nicht ausheilt.
X
Xerostomie ist der Fachbegriff für Mundtrockenheit, die unter anderem durch bestimmte Medikamente oder einen verminderten Speichelfluss entstehen kann.
Y
Yttriumoxid wird Zirkonoxid als Werkstoff für Zahnersatz beigemischt, um dessen Festigkeit und Transluzenz zu verbessern; man spricht dann von yttriumstabilisiertem Zirkonoxid.
Z
Zahnarztphobie bezeichnet eine ausgeprägte Angst vor zahnärztlichen Behandlungen, die über eine gewöhnliche Nervosität deutlich hinausgeht und den Zahnarztbesuch für Betroffene erheblich erschwert.
Was sollten Patienten beachten?
Praxen können mit einfühlsamer Kommunikation, zusätzlicher Zeit und, je nach Situation, mit Lachgas oder Sedierung auf eine Zahnarztphobie eingehen.
Zähneknirschen ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Bruxismus, das unbewusste Pressen oder Reiben der Zähne, das überwiegend während des Schlafs auftritt.
Zahnengstand entsteht, wenn im Kiefer nicht ausreichend Platz für alle Zähne vorhanden ist, sodass einzelne Zähne gedreht stehen oder sich überlappen.
Die Zahnerhaltung umfasst alle zahnmedizinischen Maßnahmen, die darauf abzielen, einen eigenen Zahn möglichst lange funktionsfähig zu erhalten, etwa Füllungen oder Wurzelkanalbehandlungen.
Die Zahnfarbe wird anhand standardisierter Farbskalen bestimmt und dient als Referenzwert für Füllungen, Kronen oder das Ergebnis eines Bleachings.
Zahnfleischbluten ist ein frühes Anzeichen einer Zahnfleischentzündung, das insbesondere beim Zähneputzen oder beim Gebrauch von Zahnseide auftritt und zahnärztlich abgeklärt werden sollte.
Zahnfleischtaschen entstehen, wenn sich das Zahnfleisch infolge einer bakteriellen Entzündung vom Zahn löst und dadurch ein vertiefter Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch bestehen bleibt.
Was sollten Patienten beachten?
Die Tiefe der Zahnfleischtaschen ist ein wichtiger Indikator für den Verlauf einer Parodontitis und wird mit einer Sonde gemessen.
Der Zahnhals liegt am Übergang zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel, unmittelbar am Zahnfleischrand, und reagiert bei freiliegendem Dentin häufig empfindlich auf Reize.
Zahnschmelz ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers und bildet die äußere Schutzschicht der Zahnkrone über dem darunterliegenden Dentin.
Eine Zahnspange korrigiert Fehlstellungen der Zähne oder des Kiefers und ist je nach Befund als herausnehmbare oder als festsitzende Variante erhältlich.
Was sollten Patienten beachten?
Welche Art der Zahnspange geeignet ist, hängt vom individuellen Befund und vom Alter der Patientin oder des Patienten ab.
Zahnstein entsteht, wenn sich Plaque über einen längeren Zeitraum mit Mineralien aus dem Speichel verhärtet und dadurch eine feste Ablagerung auf der Zahnoberfläche bildet.
Was sollten Patienten beachten?
Zahnstein lässt sich nicht mehr wegputzen, sondern nur professionell entfernen, etwa im Rahmen der professionellen Zahnreinigung.
Zahnvorsorge bezeichnet regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen und Prophylaxemaßnahmen, mit denen Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch frühzeitig erkannt oder vermieden werden sollen.
Zirkonoxid ist ein hochfestes, zahnfarbenes Keramikmaterial aus der Zahntechnik, das bei Kronen, Brücken und Implantatversorgungen als Werkstoff für den sichtbaren Zahnersatz eingesetzt wird.
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Die Inhalte dienen der allgemeinen Patienteninformation und ersetzen keine individuelle zahnärztliche Untersuchung oder Beratung.